Seit neuestem unterstützt uns Kate im Zürcher Team von [time change]. Vielen Dank, dass Du Dich unseren Fragen gestellt hast!

[tc] Die meisten Industriekolleg:innen kennen Dich ja sicher bereits. Magst Du uns kurz verraten, was Du in den letzten Jahren alles gemacht hast?

Kate: Gerne! Ich bin darin gescheitert, vom Potenzial der Digitalisierung zu begeistern, und habe die Konsequenzen gezogen. Im März 2020 habe ich meinen Traumjob bei der Fachzeitschrift CIM aufgegeben, nach drei Jahren als Chefredakteurin. Mein Studium „Leadership in digitaler Kommunikation / Innovation“ ist einer der Katalysatoren für meinen Wunsch, das Potenzial der Transformation zu 100 Prozent zu leben. Die Zeit ist jetzt, wann sonst.

Es war meine zweite „Amtszeit“ bei CIM. Ab 2001 bin ich mit und dank Kerstin Wünsch innerhalb unserer faszinierenden Branche in rund neun Jahren von der Praktikantin, zur Volontärin, zur Redakteurin gewachsen. Erneut zu gehen, war eine schwierige Entscheidungen, weil mir CIM sehr am Herzen liegt. Ich musste jedoch einsehen, dass der Verlag eine andere Idee der Ausrichtung von CIM hat.

Ich habe ich mich 2017 mit communi-kate.net in der Schweiz selbständig gemacht. Davor war ich bei Schweiz Tourismus, den webguerillas und bei der Migros Ostschweiz. Vor dem ersten Lockdown bin ich umgezogen nach Rüschlikon (bester Name!), mit Luisa eine WG gegründet (beste Mibewoin!) und habe das kleine Boxermädchen Vicky zu mir genommen (bester Hund!).

[tc] Wie hast Du persönlich die letzten zwölf Monate erlebt? Hast Du für Dich selbst und im Hinblick auf unsere Branche neue Erkenntnisse gewonnen?

2020 war ein A…. absolut lehrreiches Jahr. Ich habe die Matterhorn-Gotthard-Bahn unterstützt, im Marketing und in der Social-Media-Kommunikation. Anfangs noch vor Ort, dann im Home-Office, was mir grundsätzlich sehr taugt. Agil in einem neuen Team virtuell zusammenzuarbeiten, ist spannend und herausfordernd. Besonders in einem sehr konservativen Umfeld.

Persönlich habe ich die Zeit genutzt für meine Hündin, die Pflege meiner sozialen Kontakte und meines beruflichen Netzwerks sowie meinen Master. Ich weiß nun, dass: ich resilienter bin, als ich dachte, es zu Hause auch sehr schön ist, ein lebendiges Netzwerk in solch‘ einer Zeit umso wichtiger ist und dass sich beim Verlassen der Komfortzone spannende neue Gelegenheiten ergeben.

Was ich auch weiß: Dass kein Zoom-Call ein Face-to-Face-Meeting ersetzen kann und wird. Virtuelle Live-Meetings sind eine super Ergänzung, um Reichweite auf und auszubauen, ein diverseres Publikum zu erreichen und um nachhaltiger mit unseren Ressourcen umzugehen. Ich bin überzeugt, dass unsere Phoenix-Branche klüger und schöner wieder auferstehen wird.

[tc] Seit wann hast du [time change] auf dem Radar und wofür steht [time change] für Dich? Was war ausschlaggebend für Dich und Deine Entscheidung, uns ab sofort zu unterstützen?

[time change] habe ich schon immer im Auge – als gut vernetzte Journalistin gehört das dazu. Darüber hinaus verbindet mich mit Peter Antoni schon lange eine dieser wunderbaren (Business-) Freundschaften, die es so wohl nur in unserer Branche gibt.

Zudem bin ich bereits seit fast zehn Jahren in Züri. Da hier Bedarf entstanden ist, ist es mir eine Ehre, die Agenturfahne zu hissen. Und weil das Wortspiel so schön ist und passt: Das internationale [time change]-Team zu unterstützen, ist auch eine echte Zeitenwende für mich, mit vielversprechendem, transformativem Potenzial <3

[tc] Was wird deine neue Rolle bei [time change] sein? Wer kann sich mit welchen Anfragen oder Projekten an dich wenden?

Aufgrund der Situation hier in Zürich bin ich: Business-Entwicklerin. Und Marketing-, Kommunikations- und auch etwas Sales-Managerin. Das ist für mich als Generalistin perfekt. Mal sehen, was ich noch alles sein kann 🙂

Wer Insights und Ideen zum Schweizer Markt möchte, soll sich jederzeit gerne melden … oder Bescheid sagen, wenn ich als kreative Sparrings-Partnerin mit in den Ring steigen kann, um spannende Stories, neue Event-Formate und (Social-)Media-Marketing-Ideen zu spinnen.

[tc] Wie siehst Du das Potenzial für unsere Branche und insbesondere für [time change] Schweiz, sowohl in den nächsten Wochen, Monaten als auch langfristig?

Das Potenzial ist riesig. Der Markt Schweiz ist dominiert von wenigen großen Agenturen und vielen Freelancern. Eine Agentur, die Formate und Abläufe neu denkt, den schweizerischen Anspruch bedient und die Geduld hat, hier Business zu entwickeln, wird sicher erfolgreich sein in der schönen Schweiz. Zunächst muss allerdings die Pandemie soweit als möglich durchgestanden sein.

[tc] Zur Region D|A|CH – hat die Pandemie für eine gewissen Entfremdung gesorgt oder rutschen die drei Länder eher noch enger zusammen?

Weder noch, denke ich; zwar gehen Deutschland, Österreich und die Schweiz jeweils andere, eigene Wege im Bekämpfen der Pandemie, aber schlussendlich wir sitzen alle in einem Boot. Wir müssen und wollen zusammenarbeiten, um zu bestehen. Ich liebe Europa.

[tc] Wie siehst Du die Rolle von internationalen Netzwerken? Sind es eher die „Highly Specialised Niche Players“, die die Zukunft bestimmen oder die neuen und alten allgemeinen Netzwerke?

Netzwerke sind essenziell wichtig. Meines Erachtens ist es dabei egal, ob national, international, in der Nische oder allgemein!

Dort, wo Menschen sich heute vernetzen, entstehen Brücken und somit Neues. Somit ist es an jedem von uns, sich authentisch und persönlich zu positionieren, Wissen zu teilen, sich gegenseitig zu Unterstützen und aufeinander aufzupassen. Sharing is caring, heute und in Zukunft.

In diesem Sinne, ich freue mich auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit euch!

En ganz en liebi Gruess,
Kate
katrin.schmitt@time-change.ch